Fundació Joan Miró

Welche Eindrücke hat eine Realistin, wenn sie auf Surrealismus trifft?

Vorab, Joan Miró ist ein Muss für alle die nach Barcelona kommen. Barcelona bietet eine ganze Reihe von kulturellen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Diese spiegeln natürlich immer den Charakter des Landes wieder, in dem man sich aufhält. Aus diesem Grund kann es sehr lehrreich sein einige davon zu besichtigen, wenn man sich im Ausland aufhält.

Dies dachte ich mir an einem verregneten Sonntagmorgen , welcher sich nicht für Ausflüge oder Aktivitäten im Freien geeignet hatte. Meine Mitbewohnerin und ich haben uns also dazu entschlossen, eines der zahlreichen Museen in Barcelona aufzusuchen und uns ein wenig zu bilden. Ich habe eher zu etwas Historischem tendiert, doch meine Freundin hatte bereits viel über den katalanischen Künstler Joan Miró gehört und wollte gerne seine Ausstellung besuchen.

An dieser Stelle sollte ich wohl erwähnen, dass mein Verständnis für Kunst im Allgemeinen nicht gerade Experten gleich ist. Doch ich war offen für Überraschungen und wollte mir selbst eine Meinung bilden, anstatt mir nur jene von anderen Leuten anzuhören.

Unsere Sprachschule Clase Barcleona organisiert regelmäßig Ausflüge auf den Montjuic. Wer möchte, kann sie hier bereits ein paar Informationen zur Fundación Joan Miró holen!

Ankunft im Joan Miró Museum auf dem Montjuic

Innerhalb einer Stunde sind wir dann auch auf dem Montjuic in der Warteschlange der Fundació Joan Miró gewesen. Das angebotene Audioguide auf Englisch haben wir dabei dankbar in Anspruch genommen und dafür auch gerne ein paar Euro mehr bezahlt. Besonders für mich haben sich diese zusätzlichen Erläuterungen als Gold wert erwiesen. Denn ohne dieses Hilfsmittel hätte ich erst einmal meinen inneren Philosophen entdecken müssen um einer weißen Leinwand mit einem einzelnen schwarzen Strich etwas Künstlerisches entnehmen zu können.

Laut Miró folgt Kunst keinen Regeln, sie hat ihre eigene Sprache und Logik. So verwendete er zum Beispiel gerne Formen uns Symbole, welche in seinen Gemälden eine spezielle Bedeutung haben.

Eine Form, welche man mit Miró in Verbindung bringen kann, ist ein nicht ganz geschlossener Kreis. Er symbolisiert die Ewigkeit, welche jedoch nicht ganz erreicht wird. Hinter diesem „Halbkreis“ befindet sich oft ein schlichter blauer Punkt, der die Ewigkeit darstellen soll. Man ist sich sicher, dass die Art und Weise, auf welche er seine Motive positioniert hat nicht zufällig gewählt war, sondern durchaus durchdacht.

Auch was die Materialien angeht, mit welchen er zu arbeiten pflegte, war er sehr erfinderisch. Es konnte sich dabei um Wolle und Stoff handeln. Aber auch mit Feuer und Messern bearbeitete er teilweise seine Gemälde. Seine Inspiration zog er aus seinem Leben selbst, wie aus seinem Geburtsort und seine Kindheit in Katalonien. Außerdem aus seinen Aufenthalten in Paris und Japan mit der dortigen buddhistischen Lehre.

Was ich aus diesem Besuch mitgenommen habe, ist, dass es sich lohnt für neue Eindrücke und Ansichten offen zu bleiben. Wenn man diese ablehnt ohne sich mit ihnen vertraut zu machen, kann man großartige Erfahrungen und Geschichten versäumen.  Gerne helfen wir euch in unserer Sprachschule Clase Barcelona bei der Organisation für euren Ausflug auf den Montjuic!